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Der Bogen

14. Januar – 25. Februar 2017

 

 

Das Ausstellungsprojekt »Der Bogen« ist eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Körperlichkeit und deren
Wahrnehmung in sichtbarer und versteckter Art und Weise. Auf sinnlicher und analytischer Ebene loten 10 Künstlerinnen in figurativ gegenständlichen Ansätzen die Rolle des Menschen in Beziehung zu seiner Umwelt aus. Es spannt sich ein Bogen über sehr differenzierte Stellungnahmen zum Abbild des eigenartigen menschlichen Seins. In plastischer, malerischer, zeichnerischer und auch metaphysischer Art begeben sich die Arbeiten auf Spuren menschlichen Wirkens. Zwischen den einzelnen Exponaten entwickeln sich Dynamiken, die Zusammenhänge aufzeigen und neue Gedankengänge freisetzen.
Die nicht nach Vollkommenheit strebenden Zeichnungen von Marianne Buttstädt erscheinen wie kurze Momentaufnahmen von komplexen Gefühlen.
In den kleinformatigen Malereien von Claudia Rößger werden ebenfalls Emotionen untersucht, die allerdings schon in einem übersteigerten Ausdruck ihre Bahn brechen. Rituelle Handlungen liegen diesen Erforschungen zu Grunde.
Auch Magdalena Drebber widmet sich in ihren Perlensteckbildern der Besonderheit des Augenblickes, sie seziert aus Erinnerungen ihrer Kindheit Wünsche und Fantasien.
Für die Installation von Louise Walleneit  bewegen sich Füße aus Seide und Schellack in Abwesenheit eines Köpers durch den Raum.
Mit aus religiösen sowie musealen Kontexten entlehnten Präsentationsgesten arbeitet Judith Miriam Escherlor.
Sie löst Körperfragmente aus ihrem Zusammenhang und fügt sie skulptural zu neuen Konstellationen zusammen.
Bei Joanna Grzybek sieht man überhöht dargestellte Organe im Raum, die symbolisch für die menschlichen Erscheinung stehen. Julia Tomasi Müntz begegnet dieser Erscheinung malerisch. Sie spinnt vom Kopf ausgehend eine Figur, die über ihre Haltung Verletzlichkeit und Stärke versinnbildlicht.
Diese beiden Eigenschaften werden in der Landschaft von Katja Enders ebenso sichtbar, ohne dass sich dabei eine Gestalt zeigt. Ausgehend von intensiven Naturbeobachtungen bei Exkursionen und Wanderungen entwickelt sie abstrakte Bilder, die die Weite von Raum spiegeln.
Von der intimen Beobachtung wiederum leben Kerstin Pfefferkorns Malereien. Eine fast märchenhafte Stille liegt über den kleinen Einblicken in ihre Welt. Die Behausungen Petra Ottkowskis scheinen aus der Zeit gefallen, wie in einem Museum nehmen uns diese Architekturen mit in eine Sphäre die vergangen oder zumindest nicht im Hier und Jetzt verortet ist.

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