intershop interdisciplinaire
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ROT ROT ROT

Multipolare Gruppenausstellung 

14. Juli bis 25. August 2018

Anlässlich der Verleihung des Rudolf Stilcken Kulturkommunikationspreises im vergangenen Jahr, initiierte Intershop eine Überblicksschau von KünstlerInnen, welche bis dato im Kunstraum Intershop Int. ausgestellt haben bzw. diesen zukünftig mit prägen werden. 
Der alarmistische Ausstellungstitel ROT ROT ROT bezieht sich nicht vorrangig auf die visuelle Erscheinung der Schau. 
Mit dem Titel wird das bezeichnet, was der Besucher nicht sieht; er bildet eine intentionale Ergänzung des Gezeigten und verweist auf die Begleitumstände unter denen künstlerische Arbeit erfolgt. Denn diese findet nicht im »grünen Bereich« abgesicherter Verhältnisse statt. 
Künstlerische Forschung wird als ein Schritt ins Ungewisse aufgefasst, ein Schritt in den Bereich außerhalb vereinbarter Regeln, ohne den nichts wirklich Neues entstehen kann. Gerade deshalb weht dem Künstler in der marktkonformen Demokratie unablässig der scharfe Wind existenzieller Infragestellung ins Gesicht. Regelmäßig muss er/sie deshalb eine Positionsbestimmung vornehmen, um den Kurs zu halten, zu überprüfen und zu korrigieren. Dieser Gedanke einer Positionsbestimmung inmitten dieser speziellen Umstände liegt der Ausstellung zugrunde. Zum Zweiten sind es Vernetzung, Austausch, Kommunikation, welche einen thematischen Impuls der Ausstellung darstellen. 

ROT kennzeichnet die gesperrten Bereiche die KünstlerInnen erkunden.
ROT sind die Zahlen in der ökonomischen Bilanz künstlerischer Arbeit.
ROT ist die Farbe einer existenziellen Beziehung.

Künstler*innen:

Christine Bergmann – Magdalena Cichon – Ralf Born – Carsten Busse – Marianne Buttstädt – Ling-Yu Tai – Magdalena Drebber – Katja Enders – Jumi Escherlor – Martin Feistauer – Thomas Flemming – Lena T. Flohrschütz – Johanna Hendel – Eva Howitz – Friederike Jokisch – Murat Hashu – Halina Kirschner – Gabriela Kobus – Beate Koerner – Petra Kilian – Anita Kriebel – Roswitha Maul – Gerlinde Meyer – Julia Tomasi Müntz – Petra Ottkowski – Inka Perl – Nadine Prange – Kerstin Pfefferkorn – Ulrich Reimkasten – Claudia Rößger – Victor Schönrich – Louise Walleneit – Janis Weidner u. a.

Sonnabend, 28. Juli 2018, 20 Uhr  

LASH ####  Antibody Corporation x Beate Körner

Kamera: Javier Pérez-Lazac / OficinadeLatentes.com

Das Chicagoer Performance-Duo “Antibody Corporation” tritt im Rahmen ihrer dritten Europa-Tour am Sonnabend, den 28. Juli im Intershop Int. auf. Adam Rose und April Lynn erschaffen mit Bewegung, Sound, realen und erfundenen Sprachen Performances, die dem Publikum die Instabilität unserer Zeit vor Augen führen.

Den Körper begreift die Antibody Corporation als ultimatives Kommunikationssymbol. Dabei geht es ihnen um einen undefinierten, amorphen Körper, der dem bekannten, definierten Körper entgegensteht. Jenseits von choreographierten Bewegungen ermöglichen sie eine Begegnung und Versöhnung mit dem Nichtbinären.

Ihr aktuelles Programm LASH#### besteht aus konstruierter Sprache und Bewegung. Die Stimme vervielfacht sich, der Körper hat kein Zentrum. Ohne Nachricht. Ohne Essenz. Trotzdem sieht es aus wie ein Code. Die tiefe Realität der Dinosaurier.

Am 28. Juli um 20 Uhr zeigen sie eine Kollaboration mit der Leipziger Künstlerin Beate Körner im intershop interdisciplinaire.
Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter www.antibodycorp.org.